Webcontent-Anzeige

Buchtipp: Demenz und Digitalisierung

Als die Demenz bei uns einzog und ich mir einen Roboter wünschte

Durch digitale Technologien werden die Karten im Bereich der Lebensqualität, der Arbeitsbedingungen und der Standortpolitik neu gemischt. Sie verändern Arbeit und Kommunikation sowie Zusammenleben und Verhalten. Und auch die Politik und die Art und Weise, Politik zu machen, wandeln sich durch neue Formen der Kommunikation und Partizipation.

Im Zuge der digitalen Transformation entstehen neue Kulturen, Lebensstile und Verhaltensmuster. Außerdem bietet die Digitalisierung allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren vielfältige Möglichkeiten, Leistungen und die damit verbundenen Prozesse effektiver, nutzerzentrierter und effizienter zu gestalten.

Digitalisierung wirkt in unterschiedlichen Gestaltungsfeldern unserer Gesellschaft. Dabei sind die Grenzen zwischen den einzelnen Systemen wie der Kommunalverwaltung, dem Konzern Kommune, der örtlichen Gemeinschaft und der Region nicht immer klar zu ziehen.

Eines dieser Gestaltungsfelder ist "Gesundheit und Pflege". Dr. Anke Knopp greift in ihrem Buch "Als die Demenz bei uns einzog und ich mir einen Roboter wünschte" einen ganz speziellen Aspekt auf.

Sie verbindet "Demenz und Digitales" und geht der Frage nach, wie der Spagat zwischen einem Alltag "ohne Geist" und dem Fehlen von "Künstlicher Intelligenz" als digitaler Helfer bei der Ewigkeitsaufgabe einer liebevollen Demenzbetreuung gelingt. Über das Menschliche, schleichendes Vergessen und über konkrete Utopien mit dem Einsatz von Robotern und Algorithmen schreibt die Digitalenthusiastin Dr. Anke Knopp in ihrem Buch.

Angesichts der steigenden Zahlen von Demenzerkrankungen ist das Thema Demenz und der Einsatz von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz hoch aktuell. Wer heute noch ein normales Leben führt, kann morgen schon als Erkrankter oder Angehöriger betroffen sein.

Die Diskussion über den Pflegenotstand in Deutschland führt vor Augen, was auf uns zukommt. Die Frage der Leistbarkeit von Pflege beschleunigt den Einsatz digitaler Technik als Kostensenker und Hoffnungsbringer. Die Frage, wie die nächste Generation 50plus selbst alt werden möchte, ist bisher unbeantwortet. Es ist an der Zeit, dass wir unvoreingenommen die technischen Möglichkeiten abwägen und durchdenken.

Anke Knopps lesenswertes Buch liefert dafür wichtige Anstöße – bei weitem nicht nur für die Angehörigen an Demenz Erkrankter. Es ist ein Buch, das in die Zeit passt und die Frage stellt: Wie wollen wir selbst einmal alt werden? Mit Hilfe von Robotern?

Webcontent-Anzeige
Bildnachweis: Megafon – Aktuelles © Zerbor Adobe.Stock